Presse

Bericht für den Schwarzwälder Boten über Elektromobilität bei Diener electronic

https://www.schwarzwaelder-bote.de/inhalt.nagold-fuer-die-elektrische-loesung-begeistern.91062c32-82fa-46ee-966e-bb9f6018b3e2.html

Begeistern für die elektrische Lösung

Die Firma Diener electronic begeistert ihre Azubis für saubere Lösungen: Plasma-Oberflächenbehandlung statt giftigen Chemikalien und elektrische Mobilität statt schadstoffemittierende Verbrennungsmotoren mit Abgasanlagen

von Hans-Peter Zepf / Janina Teufel
Freier Redakteur / Pressestelle Diener-Electronic

Um schlecht klebende Oberflächen, insbesondere von Kunststoffen, klebe- und lackierfähig zu machen, setzt die Industrie gefährliche und umweltbelastende Chemikalien ein. Diener electronic GmbH + Co. KG aus Ebhausen stellt Plasmaanlagen her, mit deren Hilfe auf die schädlichen Chemikalien verzichtet werden kann.

Die Oberflächen werden in einem hochaggressiven Medium behandelt. „Plasma“ heißt das Medium und es ist ein ionisiertes Gas. Plasma attackiert Kunststoffoberflächen härter als jede ätzende Flüssigkeit und schafft Haftstellen für Lacke und Klebstoffe. Aber Plasma existiert nur unter besonderen Bedingungen beispielsweise im Vakuum und unter Hochspannung. Stellt man die Hochspannung ab und belüftet man die Vakuumkammer, verwandelt sich das Plasma augenblicklich in harmlosen Stickstoff, Sauerstoff, Wasserstoff oder Edelgas. Immer mehr Top-Hersteller steigen von der Nasschemie auf die umweltfreundliche Plasmabehandlung um.

Diener engagiert sich auch für eine erstklassige Ausbildung. Ca. 20% Prozent der Belegschaft sind Auszubildende, eine Topquote im Landkreis Calw. Dieses Jahr hat der Chef, Christof Diener in ein besonderes Azubi-Projekt investiert. Es wurde ein Bausatz für ein Elektroauto vom Schweizer Hersteller Kyburz erworben. Das Fahrzeug nennt sich eRod und ist ein puristischer straßenzugelassener Sportwagen. Kompromisslos im punkto Technik und Fahrverhalten, bietet er leidenschaftlichen Autofahrern maximalen Fahrspaß. Genau das richtige also, für technikbegeisterte junge Leute.

Mit der Unterstützung eines ausgebildeten Elektronikers wurde der eRod, als Teil einer Team-Building Maßnahme, von den Auszubildenden an nur vier Samstagen zusammengebaut. Die Baumannschaft erhielt dabei tiefe Einblicke in die Automobil und Elektrotechnik, denn der eRod ist ein puristisches Auto, bei dem man noch jedes Einzelteil verstehen kann, Motor, Differential, Getriebe, Bremssystem, Batterien, alles hat man unverkleidet in der Hand. Und natürlich die Batterien: Der normale E-Mobilfahrer weiß zwar das irgendwo im Auto eine viele Zentner schwere Black Box namens Akku steckt, das Innenleben bekommt er aber nie zu Gesicht. Die Diener-Autobauer dagegen haben 50 Akku-Zellen zum 108 Volt liefernden System selbst verschaltet.

Der eRod ist als Elektroauto die Zukunft der Automobilindustrie. Er besitzt einen 45 kW Motor und eine Reichweite von 183 km (praktisch eher 100 km).Das neue Firmenfahrzeug wird zukünftig hauptsächlich für kurze Strecken beziehungsweise zur Post eingesetzt. Ohne Dach, Windschutzscheibe und Türen sowie mit einem Kofferraum von der Größe eines kleinen Tagesrucksacks ist er nicht wirklich für Geschäftsreisen einsetzbar. Das Auto soll vor allem Spaß machen, Interesse an Technik wecken und eine umweltschonende Alternative zu herkömmlichen Autos darstellen. Es darf von jedem der einen Autoführerschein besitzt verwendet werden. Dass sie mit dem Feuerstuhl künftig den Schwarzwald unsicher machen, ist nicht wirklich zu befürchten. Die Beschleunigung von 0 km/h auf 50 km/h dauert lediglich 4,2 sec., jedoch wird das Fahrzeug bei 120 km/h abgeregelt. Außerdem wurde das Fahrzeug im Diener electronic Design beklebt.

Das Fahrzeug selbst zeigt, welchen Weg die Elektromobilität gehen muss wenn sie wirklich Energie sparen soll: In den Leichtbau. Nur 600 kg wiegt das Wägelchen einschließlich 200 kg Akku. In diesem Sinne verwendet die Firma Diener auch die ganz vernünftige E-Mobilität: Für die lokalen Dienstfahrten verwendet die Belegschaft ein dreirädriges Lasten-Pedelec „XCYC“ der GWW in Calw und für die etwas größeren einen Renault Twizy. Das sind, wenn man es auf Benzin umrechnet, echte 0,1-Liter- bzw. 1-Liter-Fahrzeuge.

Was bisher noch nicht funktioniert, ist die Umrüstung des Fuhrparks für den schnellen weltweiten Diener-Kundendienst auf die bessere Elektro-Lösung. Da werden die Diener-Elektroniker noch einige Samstage lang zu tüfteln haben.

Doch der erste Schritt in die Elektromobilität ist getan und ab Herbst dieses Jahres ist Diener electronic GmbH + Co. KG offizieller Vertriebspartner von Kyburz für Baden-Württemberg, Bayern und Hessen, für Kaufinteressenten besteht selbstverständlich die Möglichkeit für eine Probefahrt.